Zero - Roulette Newsletter Ausgabe 12



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Wie kann man mit der Zero besser leben?

Das das Roulettespiel einen mathematischen Vorteil für die Bank hat, dieses liegt alleine an der Zero. Im Durchschnitt wird alle 37 Würfe diese Zahl dem Spieler mehr oder weniger Freude bringen, dauerhaft einen Nachteil in jedem Fall. Die Pleinspieler sagen, daß es eine Zahl wie jede andere ist, und die Spieler anderer Chancenarten meinen, daß durch die "Versicherung" mittels eines Extrastückes auf die Zero man seine Einsätze gut unter Kontrolle hätte.

In beiden Fällen ist das Gegenteil der Fall. Durch das obligatorische Trinkgeld sind Sie bei einem Zahlenspiel schon von Natur aus sehr schwer belastet, und auch bei der Gewinnauszahlung von nur 35 Stücken wird der Nachteil der Zero offensichtlich. Beim Roulette ist jede Zahl zuviel eine gute Lösung für die Spielbank, weniger für die Spieler. Noch deutlicher wird dieses beim sogenannten Zwölferroulette. Dieses sind Rouletteautomaten bei denen es nur 12 Zahlen gibt und die Zero. Verteilt sich der Bankvorteil bei 36 Zahlen noch erträglich, so ist ein Bespielen dieser Automaten reine Kapitalvernichtung. Vermeiden Sie jedes Spiel an diesen Geräten, ebenso in Online Casinos bei Tischen wo die Doppelzero vorhanden ist.

Das kontinuierliche Versichern der Einsätze z. B. auf den Einfachen Chancen durch das zusätzliche Setzen von Zero ist auch ein Vorhaben ohne jeden dauerhaften Erfolg. Wenn Sie 37mal diese "Versicherung" gesetzt haben so wird durchschnittlich auch nur einmal die Zero erscheinen. Sie haben dann zwar Ihren Einsatz erfolgreich "versichert", der Preis dafür aber ist sehr hoch. Sie bekommen 35 Stücke, haben Ihr getroffenes Einsatzstück, müssen aber gleichzeitig ein Stück Trinkgeld geben. Somit haben Sie insgesamt 2 Stücke verloren, in einem Online Casino ohne Trinkgeldzwang immer noch ein Stück. Dieses geschieht immer wieder, durchschnittlich alle 37 Einsätze Ihrer "Versicherung". Die Einfache Chance selber betrifft das überhaupt nicht. Einmal gewinnt der Einsatz nach der Zero, einmal nicht. Das zusätzliche Setzen der Zero ist ein Zusatzsystem, welches dauerhaft kontinuierlich gesetzt nur sichere und hohe Verluste bringt. Man kann und sollte aber selektieren.

Der Weg dazu ist das Führen einer eigenen Zeropermanenz.

Wie Sie durch meine vergangenen Newsletter wissen, sind für den Zufall primär nur die Sätze wichtig, welche Sie real mit echtem Geld getätigt haben. In diesen Sätzen (Ihre persönliche Permanenz) spiegeln sich alle mathematischen Erwartungshaltungen wieder, und diese pP ist unabhängig von einem speziellen Tisch oder Ort. Wenn Sie sich alle Ihre realen Sätze betrachten, und es ist dabei völlig egal, was und wie hoch Sie etwas bespielt haben, Hauptsache, Sie haben real gespielt ob nun 2,-- Euro auf Rot oder 10 Zahlen und eine Transversale gleichzeitig mit jeweils 5,-- Euro, so werden Sie durchschnittlich alle 37 Einsätze von der Zero getroffen. Sie können diesem Umstand weder davonlaufen, noch es in irgendeiner Weise beeinflussen. Es wird garantiert geschehen. Dabei ist es auch völlig egal wo Sie gerade spielen. Wenn Sie 10 Sätze an einem Tisch machen, an einem anderen am nächsten Tag 15 und weitere 12 eine Woche später in einer anderen Spielbank, so wird durchschnittlich einmal die Zero bei Ihren Einsätzen erschienen sein. Daran läßt sich nichts ändern, doch kann man besser damit leben?

Beim Roulette hält sich in den seltensten Fällen alles in der mathematischen Ausgeglichenheit. Die Chance, daß innerhalb von 37 Würfen alle 37 Zahlen einmal erscheinen, ist so gut wie ausgeschlossen. Somit wird es bei Ihnen Phasen geben, wo Sie tagelang von der Zero überhaupt nicht betroffen sind. Hunderte von Einsätzen haben Sie getätigt, aber immer haben Sie "Glück" gehabt, daß die Zero Ihnen nicht geschadet hat. Dieses wird sich naturgemäß ändern, und wenn Sie Ihre persönliche Zeropermanenz beachten, so können Sie einige der wirklich furchtbaren Tage, wo Sie die Zero ständig trifft, in einen Glückstag umwandeln. An diesen Tagen können Sie den Tisch wechseln so oft Sie wollen, immer kommt die Zero zu den unglücklichsten Zeitpunkten und zudem den ganzen Tag geballt. Dieses ist nicht immer so, aber es gibt im Jahr 5-10 Tage wo die Verluste nur alleine durch große Zeroballungen auftreten. Dieses können Sie zumindest im Schaden mindern.

Wenn nach einer tagelangen, extremen Phase ohne daß Sie die Zero bei Ihren realen Einsätzen getroffen hat an einem Spieltag die Zero innerhalb von 6 Ihrer Einsätze 2mal erscheint, so sollten Sie an diesem Spieltag ab diesem Moment 7 Einsätze lang die Zero immer mitsetzen. Wenn Sie 7mal erfolglos sind, so warten Sie ab, bis an diesem Tag Sie die Zero erneut einmal trifft. Dann setzen Sie wieder 7 Einsätze lang die Zero mit, bei einem Treffer erneut sich natürlich wieder die Anzahl der Einsätze auf 7. Dieses machen Sie an diesem Spieltag so lange bis Sie 21mal (3 Phasen hintereinander) erfolglos die Zero gesetzt haben.

Wenn Sie lang genug spielen, so werden Sie immer wieder solche Gelegenheiten erhalten wo Sie tagelang von der Zero überhaupt nicht betroffen sind und dann an einem Tag so geballt, daß ohne eine "Versicherung" Sie hoffnungslos verloren sind. Wenn Sie sich darauf konzentrieren, nur in solchen Phasen die Zero mitzusetzen, dann ist diese Selektion von Vorteil.

Für Progressionsspieler ist die Zero immer eine Katastrophe. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Wenn Sie eine Verlustprogression mit vielen Stufen verwenden, so kann das Erscheinen der Zero einfach grundsätzlich als Gegenchance betrachtet werden. Die Zero raubt Ihnen dadurch eine Stufe in Ihrer Progression, rückt Sie dem Platzer natürlich näher, aber es ist keine auf den Punkt Katastrophe.

Ganz anders verhält es sich bei Gewinnprogressionen mit wenigen Stufen. Hier kann die Zero tatsächlich mit einem einmaligen Erscheinen katastrophale Auswirkungen haben.

Ein Beispiel: Sie haben sich für eine 2stufige Gewinnprogressionen auf Kolonnen entschieden. Sie setzen 1 Stück auf die Kolonne, bei einem Treffer lassen Sie den Gewinn und Einsatz (3 Stücke) stehen. Treffen Sie erneut, so haben Sie insgesamt 9 Stücke zur Verfügung. Diese spielen ein weiteres Mal Paroli, bleiben demnach noch einmal stehen. Treffen Sie auch bei diesem Coup so haben Sie insgesamt 27 Stücke wovon das ursprüngliche Einsatzstück abgezogen 26 Stücke als Gewinn verbleiben.

Wenn aber bei der letzten Stufe wo Sie 9 Stücke riskieren die Zero erscheint, so ist mit einem Schlag alle Mühe vernichtet, und Sie haben keine Chance mehr, die Entscheidung der Wette, die Sie eingegangen sind und welche erst nach der Zero entschieden werden wird, noch mitzuerleben. Ihr Einsatz ist schon vorher verloren gegangen. Sie können nicht wie bei einer Verlustprogression die nächste Stufe nehmen und nachsetzen. Es gibt keine mehr! Die schlimmste Katastrophe besteht darin, wenn nach der Zero auch tatsächlich die Kolonne erscheint mit der Sie die letzte und lukrativste Stufe Ihrer Gewinnprogression durchbekommen hätten. Natürlich werden ebenso oft nach der Zero die beiden Kolonnen erscheinen bei denen Sie sowieso verloren hätten, aber gerade für Neulinge ist das praktische Erleben des Verlustes der letzten Stufe einer Gewinnprogression durch Zero und dem Erscheinen der gesuchten Chance nach der Zero als mentale Höchststrafe zu betrachten von denen sich nicht alle sofort erholen und oftmals dann von dem systematischen Weg, den man sich vorgenommen hat, abweichen und dieses weitere Verluste mit sich bringt. Darum sollten Sie (auch wenn Sie mathematisch überhaupt keinen Vorteil dadurch haben) bei Gewinnprogressionen mit hohem Risiko die letzte Stufe mit kleinen Einheiten gegen die Zero absichern. Dieses hat alleine psychologische Gründe, denn gerade bei nicht sehr erfahrenen Spielern ist es ein großer Unterschied ob man daheim theoretisch oder in der Spielbank mit echtem Geld spielt. Den mentalen Einfluß beim Spiel dürfen Sie niemals unterschätzten, und die Zero gehört ganz sicher nicht zu Ihren Verbündeten.

Eine letzte Möglichkeit, mit der Zero besser zu leben, ist die Möglichkeit, daß Sie selber entscheiden können, ob Sie beim Erscheinen der Zero den Einsatz wiederholen, also nachsetzen oder die Teilung (grundsätzlich in Online Casinos und auf Wunsch des Spielers in realen Spielbanken) bzw. die Sperrung (in realen Spielbanken) hinnehmen. Auch hier kann das Studieren Ihrer Zeropermanenz günstige Gelegenheiten deutlich machen.

Die Chance, daß die Einfache Chance, welche Sie vor der Zero gesetzt haben, nach der Zero erscheint, ist langfristig betrachtet völlig gleich. Nur kann es auch hier große Schwankungen geben. Wenn tagelang nach der Zero immer auch die gesuchte Einfache Chance erschienen ist und fast nie die Gegenchance kam, so lohnt es sich, das Verhalten bei der Zero ein wenig anzupassen. Haben Sie solche extreme Gelegenheiten, dann sollten Sie darauf achten, ab wann sich das Blatt wendet. Sobald an einem Spieltag nach der Zero nicht mehr die gesetzte sondern die Gegenchance erscheint und dieses bei 2 Zeros hintereinander, dann könnte hier ein kurzfristiger Ausgleich eintreten. Tagelang kam nach der Zero nie die Gegenchance, vielleicht gleicht es sich jetzt wieder etwas aus. Weil Sie jetzt darauf spekulieren, daß nach der Zero nun vermehrt die Gegenchance kommt, so dürfen Sie natürlich nicht mehr nachsetzen. Sie sollten immer teilen (auch bei französischen Tischen in realen Spielbanken (Äußern Sie Ihren Wunsch dem Croupier!)) und den Wurf nach der Zero ohne Einsatz abwarten.

Ist die Situation umgekehrt, und Sie hatten eine sehr extreme Phase wo nach der Zero immer die Gegenchance kam, und sich dann an einem Spieltag die Wende abzeichnet, dann lohnt es sich natürlich nachzusetzen, denn Sie hoffen darauf, daß die vor der Zero gesetzte Chance auch nach der Zero erscheint. Wenn Ihr Einsatz zwangsweise geteilt wird, dann setzen Sie sogar das 1,5fache nach. Tritt ein teilweiser Ausgleich dieser Zeropermanenz ein, dann haben Sie durch diese Setzweise einen Vorteil erspielt. Natürlich sollten Sie auch hier den Bogen nicht überspannen. Wenn sich eine derartige extreme Phase z. B. über 4 Tage entwickelt hat so sollten Sie nur einen, höchstens 2 Tage danach spielen, egal wie es ausgeht, denn auch hier geht es nur darum, Ihr Kapital ein wenig zu schützen.

Sie sollten die Zero immer als das betrachten was sie ist, die Verbündete der Bank. Akribische Aufzeichnungen Ihrer persönlichen Permanenz und die darin erscheinenden Zeros aber können die unvermeidbaren Verluste durch die Zero mindern, an einigen Tagen sogar zu Ihrem Vorteil wandeln. Diese Möglichkeiten sind rar, aber sie existieren.